Demokratie und Täuschung

Die Friedliche Revolution 1989 in Quedlinburg und ihre Nachwirkung am Samstag, den 19 Oktober um 18 Uhr.

Ein historischer Wendepunkt 1989/90. Es gibt Verlierer und Gewinner. Auf jeden Einzelnen wirkt die Revolution. Jeder Einzelne wirkt in ihr. Als Revolutionär, als Angeklagter, als Mitläufer, als Zuschauer. Jeder hat eine Rolle. Viele von damals erinnern sich ihres Handelns. Stolz und Scham steigt auf. Die Reflexion, die Debatte untereinander, erdet die Erfahrungen von damals. Doch was hat der Einzelne mit seinem Handeln bewirkt? Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit…(?). Freiheit in moralischen Grenzen, soziale Gleichheit auf dem Papier, Geschwisterlichkeit mit Anpassungsdruck…(?).

Der Wohlstand ist 2019 gestiegen. — Bildung ermöglicht eine globale Sicht auf die Welt. — Die Gesellschaft ist alt und ethnisch vielfältiger geworden und triftet auseinander. — Nationale Egoismen und faschistoide Ideologien zerstören den Zusammenhalt in einem demokratischen Europa. — Der Klimaschutz ist das kommende Wendethema. Die Jugend stiftet die nächste Revolution an. — Sind wir 1989 einer Täuschung erlegen? Oder haben wir das demokratische Miteinander gewonnen? Vielleicht stimmt beides? Lasst uns das diskutieren…

  • Festrede zum Jubiläum: Prof. Dr. Henning Schluß

Hennig Schluß absolvierte 1989 als Freiwilliger ein Diakonisches Jahr auf dem Marienhof in Neinstedt. Er war einer der jugendlich Engagierten im Revolutionsjahr 1989 in der „Haltestelle“. Heute ist der Erziehungswissenschaftler als Professor an der Universität Wien tätig.

Begrüßung: Hans – Christoph Jaekel, damals Jugenddiakon heute Vorstand der Evangelische Stiftung Neinstedt

  • Podiumsdiskussion unter Leitung von Andreas Montag (Redakteur der Mitteldeutschen Zeitung) mit;

Kristina Fischer, 1989 Bauingenieurin im VEB Denkmalpflege, heute im aktiven Ruhestand.

Kathrin Thiele, 1989 Schülerin heute selbstständige Theaterpädagogin und Puppenspielerin.

Uwe Barz, 1989 MINOL Tankwart heute Betriebsrat im Harzklinikum.

Hans Jaekel, 1989 Jugenddiakon, heute Vorstand der Ev. Stiftung Neinstedt.

  • World Cafe, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Stehtische sind beschriftet mit thesenartigen Sprüchen aus der Festrede von Henning Schluß. Die Teilnehmer diskutieren die Thesen.

Dazwischen digitale Fotocollagen von Uwe Barz. Fotografiert aus den Demonstrationen heraus.

Das Ganze gewürzt mit Sekt und Häppchen.

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